Volksbanken unterzeichnen Entwurf des Verschmelzungsvertrages

Name der neuen Bank: „Volksbank Nottuln eG“ | Gespräche „auf gutem Weg“ | Zahl, Namen der Geschäftsstellen vor Ort und Kompetenzen bleiben erhalten | Weitere Infos im März 2017 | Entscheidung fällt auf Vertreterversammlungen im Mai 2017

 

Nottuln/Kreis Coesfeld. Die geplante Fusion der Volksbank Lette-Darup-Rorup und der Volksbank Nottuln nimmt Gestalt an. Nachdem Anfang  August die Vorstände beider Häuser vom jeweiligen Aufsichtsrat beauftragt wurden, konkrete Fusionsverhandlungen mit dem Ziel der Verschmelzung im kommenden Jahr aufzunehmen, ist man jetzt einen großen Schritt weiter: Die Vorstände und Aufsichtsräte beider Häuser – angeführt von den beiden Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Pöppelmann (Volksbank Nottuln) und Hubertus Reuver (Lette-Darup-Rorup) – unterzeichneten am Donnerstag (8. Dezember 2016) im Hause der Volksbank in Lette den Entwurf des Verschmelzungsvertrages.

Der Name der neuen Bank soll „Volksbank Nottuln eG“ lauten, wobei die Geschäftsstellen in Lette, Darup und Rorup analog der Systematik in Buldern und Appelhülsen als Niederlassungen geführt werden. „Wir haben hierdurch eine gute Lösung gefunden, denn die Mitarbeiter melden sich weiterhin mit dem Namen der Niederlassung und die Bankgebäude werden künftig den jeweiligen Ortsnamen tragen. Hierdurch können sich unsere Mitglieder und Kunden auch in Zukunft mit der örtlichen Volksbank identifizieren“, so Bankvorstand Egbert Messing.

Das neue Gesamtunternehmen hätte eine Bilanzsumme von (Stand: 31.12.2015) 424 Mio. Euro. Es würde über sechs Bankstellen und drei SB-Standorte verfügen und 101 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Mehr als 11.600 Mitglieder würden der neuen Volksbank angehören.

Wie die Vorstände Herbert Lohmann, Karl Weckendorf und Martin Herding (Volksbank Nottuln eG) sowie Egbert Messing und Martin Aldenhoff (Volksbank Lette-Darup-Rorup eG) in einer Presseinformation bekräftigten, seien die gemeinsamen Gespräche „zielführend“ und „auf einem guten Weg“. Auch die Beschäftigten sind in die Verhandlungen eingebunden.

Einig sind sich alle Beteiligten darüber, dass dieser Zusammenschluss „der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt“ sei. Aus einer jeweiligen Position der Stärke heraus könne man die Herausforderungen der Zukunft (anhaltende Niedrigzinsphase, steigende Regulatorik und weitere gesetzliche Vorgaben, die Auswirkungen der Digitalisierung) und den damit verbundenen Kostendruck besser abfedern. Auch sind in den nächsten Jahren anstehende Nachbesetzungen auf Vorstandsebene nicht erforderlich. Zudem müssen beide Häuser in 2019 auf eine vollständig neue IT umstellen, die nach der Fusion der beiden genossenschaftlichen Rechenzentren zur FIDUCIA & GAD IT in der genossenschaftlichen FinanzGruppe sukzessive eingeführt wird. „Den großen Kraftakt können wir gemeinsam besser bewältigen“, sagte Bankvorstand Martin Herding.

Für die Mitglieder und Kunden soll sich möglichst wenig ändern. So sollen alle Geschäftsstellen, die Ansprechpartner und deren Kompetenzen erhalten bleiben. Weitere Details und Hintergründe über die Fusion erhalten die Vertreterinnen und Vertreter der beiden Banken im März in separat stattfindenden Informationsveranstaltungen. Die Entscheidung über den Zusammenschluss wird im Mai durch die jeweiligen Vertreterversammlungen fallen.

„Wichtig sind uns dabei – künftig wie heute – die Nähe zu unseren Kunden, die unmittelbare Präsenz vor Ort und die Verantwortung für die Region“, hieß es von den Beteiligten in Vorstand und Aufsichtsrat abschließend.

Die Vorstände und Aufsichtsräte der Volksbank Lette-Darup-Rorup und der Volksbank Nottuln trafen sich zur Unterzeichnung des Entwurfs des Verschmelzungsvertrages im Hause der Volksbank in Lette.

 

Die Vorstände zusammen mit den Aufsichtsräten bei der Unterzeichnung des Entwurf des Verschmelzungsvertrages (v.l.): Karl Weckendorf, Martin Aldenhoff, Martin Herding, Egbert Messing und Herbert Lohmann.